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Fachhochschule oder Universität – was passt besser zu dir?

Wenn du in Deutschland studieren möchtest, kannst du zwischen unterschiedlichen Hochschultypen wählen. Staatliche Universitäten gelten bei Studieninteressierten als DIE Topadresse. Doch auch Fachhochschulen (FH), in einigen Bundesländern auch Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) oder einfach nur (Technische) Hochschulen genannt, genießen in Deutschland einen exzellenten Ruf. Wo liegt der Unterschied? Und welche Hochschule passt zu dir?

🎓Struktur oder Freiheiten?

Im Gegensatz zu Universitäten sind FHs eher klein und die Studiengänge sind praxisorientiert. Es wird natürlich auch Theorie gelernt, aber im Gegensatz zu Universitäten liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung des Gelernten. An FHs werden sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge angeboten. An einigen Fachhochschulen ist auch die Promotion (Doktorarbeit) möglich.

Die Studienbedingungen an Fachhochschulen sind in der Regel sehr gut. Nicht nur die Hochschulen an sich, sondern auch die einzelnen Fakultäten und Studiengänge sind oft kleiner als die an einer Universität. Studierende kennen die Professor*innen und andere Mitarbeiter*innen persönlich. Die Studierenden werden gut betreut und haben bei Fragen immer eine*n Ansprechpartner*in.

Das Studium an einer Fachhochschule ist gut strukturiert: Es gibt meistens einen festen Stundenplan für jedes Semester. An der Universität gibt es dagegen viele Wahlmöglichkeiten bei den Kursen und der Stundenplan muss selbständig zusammengestellt werden.

📚Mehr Theorie oder Praxis?

Der wichtigste Unterschied zu Universitäten ist die Praxisorientierung. Die Lehrenden haben meist einen Doktortitel, sie haben also sowohl mehrere Jahre wissenschaftlich gearbeitet als auch mehrere Jahre Berufserfahrung außerhalb der Hochschule. An der Universität haben die Lehrenden eher selten Praxiserfahrung außerhalb der Universität gesammelt. Die Lehre an FHs ist dadurch sehr anwendungsbezogen und die Studierenden werden gut für ihren späteren Job ausgebildet. An der Universität ist das Studium dagegen wissenschaftlich und die Studierenden werden eher auf eine wissenschaftliche Karriere in der Forschung vorbereitet. Ein Praktikum oder Praxissemester ist an Fachhochschulen in die meisten Studiengänge integriert, also Pflicht. Darüber hinaus werden Abschlussarbeiten sehr oft in Unternehmen geschrieben.

Durch die starke Praxisorientierung haben die Absolvent*innen von Fachhochschulen meist einen einfacheren Start ins Berufsleben als Uni-Studierende. Durch die praktischen Anteile im Studium haben sie bereits ein Netzwerk an Kontakten aufbauen können, das bei der Jobsuche sehr nützlich sein kann.

💪Welche Hochschule passt zu DIR?

Wenn du also eher der praktische Typ bist und klare Strukturen im Studium bevorzugst, bist du an einer Fachhochschule sicher besser aufgehoben als an der Uni. Wenn du dir dagegen viele Freiheiten bei der Gestaltung deines Studiums wünschst und dich gerne ausführlich mit theoretischem Wissen auseinandersetzt, bist du an der Universität richtig. An Theorien und wissenschaftlichen Texten kommst du natürlich auch nicht an der Fachhochschule vorbei, und arbeitsintensiv ist ein Studium unabhängig von der Hochschulart!

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